Buchmarketing Bestseller

Mit Touchpoint-Marketing zum Bestseller – Warum Du unbedingt die Berührungspunkte mit Deinem Buch maximieren solltest

Die sogenannten Touchpoints werden im Online-Marketing als „Orte bzw. Momente, an denen Personen mit Produkten, Unternehmen oder Marken in Berührung kommen“ verstanden. Wenn nun ein potenzieller Leser Deinen Roman zum ersten Mal in den Regalen seiner Lieblingsbuchhandlung sieht, entsteht also auch der erste Touchpoint. Stunden später schaut dieselbe Person vielleicht auf ihr Smartphone und sieht zufällig auf Instagram eine Werbung zu Deinem Buch, jetzt sind wir schon bei Touchpoint Nr. 2. Einen Tag später erzählt ein guter Freund demselben Leser aufgeregt von Deinem Buch: Touchpoint Nr. 3.

„Nun wird der potenzielle Leser doch ganz sicher mein Buch kaufen!“, geht Dir vielleicht gerade durch den Kopf? Weit gefehlt!

Wie viele Touchpoints braucht der Leser wirklich bis zum Kauf?

Eine großangelegte Studie der Group-M-Agentur mit über 75.000 Konsumenten zeigt, dass Käufer im Schnitt 5,6 Kontaktpunkte mit einem Produkt benötigen, um letztendlich einen Kauf zu tätigen. Mit unserem oben genannten Beispiel und den gerade einmal drei Berührungspunkten haben wir diese magische Grenze also noch lange nicht überschritten. Das spannende an den Ergebnissen der Studie der Group-M-Agentur ist, dass mehr als die Hälfte der Kunden (53 Prozent), bereits lange vor dem Kauf eine unterbewusste Kaufpräferenz hatten, die durch die nächsten Touchpoints mit dem Produkt weiter verstärkt wurde. Erst diese zusätzlichen Berührungspunkte sorgen dafür, dass die Kaufpräferenz des Lesers auch tatsächlich in einen echten Kauf überführt wird. Es gilt also die Berührungspunkte mit deinem Buch zu maximieren und über die goldene Zahl von 5,6 hinauszukommen.

Aber welche Möglichkeiten hast Du als Schriftsteller im Offline- und Online-Bereich mehr als fünf Touchpoints zu generieren?

Wie generiere ich Touchpoints im Offline-Bereich?

Im Offline-Bereich ist vor allem die Präsenz in den Buchhandlungen entscheidend, wodurch Du bereits eine Vielzahl an Berührungspunkten ermöglichen kannst. Hier ist es nicht nur wichtig, dass Du in den Regalen zu finden bist, sondern auch, dass Dein Buch in einem Bereich positioniert ist, der auch für vorbeilaufende Kunden gut sichtbar ist. Neben dem Gespräch mit dem Geschäftsführer über die Aufnahme Deines Romans, ist also auch ein zweites Gespräch entscheidend, in dem du über die Positionierung auf Augenhöhe und im Eingangsbereich verhandeln solltest. Zudem ist es entscheidend, dass Dein Buch in Buchhandlungen vertreten ist, die möglichst nah beieinander liegen. Hierdurch erhöhst du die Möglichkeit für einzelne Kunden die Touchpoints weiter zu steigern. Besucht ein potenzieller Leser an einem Tag gleich zwei oder drei Buchhandlungen in seiner Nähe, kannst Du die Touchpoints mit dieser Person entscheidend beeinflussen. Das bedeutet konkret, es ist relevanter in drei angrenzenden Buchhandlungen lokal vertreten zu sein, als in drei Buchhandlung über ganz Deutschland verteilt. Falls ein Händler Dein Buch nicht einkaufen möchte, sind selbst Exemplare auf Kommission eine gute Alternative, die bei dem Buchhändler keine Kosten verursachen und trotzdem für Sichtbarkeit beim potenziellen Leser sorgen.

Aufsteller oder Flyer in den Buchhandlungen können ebenfalls von Dir aktiv genutzt werden, um die Touchpoints mit Deinem Buch weiter zu erhöhen und mehr als einen Berührungspunkt in einer Buchhandlung zu ermöglichen. Hierbei ist vor allem eine Verknüpfung mit relevanten Online-Kanälen wichtig. Es kann beispielsweise ein QR-Code auf einem Aufsteller oder Flyer von Dir abgedruckt werden, um den Leser gleich auf den nächsten Touchpoint im Online-Bereich aufmerksam zu machen.

Wie generiere ich Touchpoints im Online-Bereich?

Im Online-Bereich kann vor allem Deine Sichtbarkeit in Social Media und auf Deiner Website für Touchpoint-Marketing genutzt werden. Hiermit kannst du potenzielle Leser aktiv auf Deine Web-Präsenzen aufmerksam machen oder eine Reichweite aufbauen, die dafür sorgt, dass Personen Dein Buch ‚zufällig‘ online sehen. Durch eine Verlinkung auf Deine Online-Kanäle innerhalb Deiner Bücher, Flyer, Poster oder Aufsteller, ist die Verknüpfung zum Offline-Bereich bereits gegeben. Wenn es um die Reichweite geht, spielen hingegen bezahlte Werbekampagnen in Social Media, Suchmaschinenoptimierung und Werbung für Deine Website eine große Rolle. Drüber hinaus kannst Du aber auch durch Gastbeiträge, Online-Interviews, Podcasts, Influencer-Marketing und viele weitere Möglichkeiten online auf Dein Buch aufmerksam machen. Desto mehr Möglichkeiten die Leser haben, um mit Deinem Produkt in Kontakt zu treten, desto besser.

Die Customer Journey perfektionieren

Wenn wir uns nun die verschiedenen Touchpoints als eine Reise des Konsumenten vom ersten Kontakt mit Deinem Buch bis zum letztendlichen Kauf vorstellen (im Marketing auch Customer Journey genannt), gilt es vor allem die Abfolge der Berührungspunkte zu berücksichtigen. Wichtig ist hierbei, dass gerade ein Wechsel von online zu offline und umgekehrt entscheidend sein kann, um potenzielle Leser noch einmal auf einem anderen Kanal abzuholen. Beginnt die Reise also bei einem Social Media Beitrag, den ein potenzieller Leser von Deinem Buch sieht, sollte kurz darauf ein Berührungspunkt in einer Buchhandlung angestrebt werden (bspw. durch einen klaren Verweis, in dem Social Media Beitrag, wo Dein Buch erhältlich ist). Beginnt die Reise hingegen mit einem Flyer über Dein Buch in der Lieblingsbuchhandlung, sollte auf die Website oder die Social Media Präsenz und im Anschluss auf eine mögliche Verkaufsplattform umgeleitet werden.

Hierbei ist zu beachten, dass die ersten Touchpoints eher die Aufgabe haben, Aufmerksamkeit zu generieren (bspw. provokante Flyer), während die späteren Touchpoints klar auf den konkreten Kauf Deines Buches zielen sollten (bspw. eine Rabattaktion in Deinem eigenen Online-Shop). Es gilt also die Reise des Kunden aktiv zu steuern und so eine erste Kaufabsicht mit der Maximierung der Berührungspunkte (zumindest über die goldene Zahl von 5,6 hinaus) in eine konkrete Kaufabsicht zu überführen.

Durch ein zielführendes Touchpoint-Marketing, dass den Offline- und Online-Bereich sinnvoll verknüpft und die Customer Journey bewusst steuert, stehen Dir also im Vertrieb alle Türen offen. Wodurch Du sicherlich nicht der erste Schriftsteller wärst, der durch einen qualitativ hochwertigen Roman und eine Maximierung der Berührungspunkte im Marketing einen Platz auf der Bestsellerliste ergattern könnte.

Mehr zum erfolgreichen Online und Offline-Marketing und die konkrete Umsetzung der verschiedenen Strategien findest Du in unserem „Buchmarketing Intensivseminar“.

Der eigene Roman in der Buchhandlung – Wie Du Dein Buch zielführend vertreiben und vermarkten kannst

In unseren Gesprächen mit Autoren, oder auch bei der Recherche in diversen Online-Foren, taucht immer wieder die Frage auf, wie das eigene Buch in einer Buchhandlung platziert werden kann. Das uns immer wieder diese Frage begegnet, ist nicht weiter verwunderlich, denn dort vertreten zu sein, bedeutet Sichtbarkeit beim Leser und ist damit ein ganz wesentlicher Teil der Buchpromotion. Dabei spielt es keine Rolle, ob der potenzielle Kunde das Buch beim Vorbeigehen im Schaufenster sieht, oder ob er beim Stöbern auf das Cover aufmerksam wird und schließlich bewusst zum Buch greift. Entscheidend ist allein die Präsenz, die sowohl online als auch offline eine notwendige Bedingung ist, um das Buch erfolgreich zu vermarkten.

Relevante Buchhandlungen ermitteln

Als ersten Schritt zum erfolgreichen Buchmarketing sollten die Buchhandlungen in Deiner unmittelbaren Umgebung aufgesucht werden. Dafür sind zunächst einige Vorbereitungen notwendig. Um diese Buchhandlungen erst einmal zu identifizieren, ist es sinnvoll, einen kleinen Radius festzulegen, innerhalb dessen alle Händler der direkten Umgebung auf einer Karte vermerkt werden. Hilfreich ist hierbei auch der Buchhändlerradar, ein kostenloses Angebot unserer Website, der bei der Ermittlung verfügbarer Buchhandlungen in Deiner Nähe behilflich ist. Ist die Recherche abgeschlossen, können diese Buchhandlungen nacheinander für ein Vertriebsgespräch angesteuert werden. Dabei empfiehlt es sich, nicht mehr als fünf bis sechs Buchhandlungen an einem Tag aufzusuchen und auf Uhrzeiten zu achten, an denen der Kundenansturm überschaubar ist.

Die Kontaktaufnahme

Wie sagt man so schön? Der erste Eindruck zählt. Dasselbe gilt auch für die Kontaktaufnahme mit dem Entscheidungsträger der Buchhandlung (meist der Geschäftsführer), die aufgesucht wird. Die Vorbereitung ist hier das A und O, um auf alle Eventualitäten und verschiedene Situationen reagieren zu können. Es empfiehlt sich, die Gespräche schon vor dem Aufeinandertreffen zu durchdenken und eine konkrete Strategie zu entwickeln. Dabei steht eine wichtige Frage im Vordergrund:

„Wie überzeugen Sie den ersten Mitarbeiter, den Sie im Laden antreffen, davon, dass Ihr Anliegen wichtig genug ist, damit sich der Geschäftsführer Zeit dafür nimmt?“

Besonderes effektiv ist hierbei die Entwicklung eines Gesprächsleitfadens, der bei der Planung und Vorbereitung der Gespräche hilfreich ist. Dieser sollte zusätzlich für eine mögliche Telefonakquise erstellt werden, um im Nachgang auch die weiter entfernten Buchhandlungen erreichen zu können. Kostenlose Vorlagen für die Gesprächsleitfäden befinden sich im Downloadbereich dieser Website.

Eine gute Vorbereitung ist unerlässlich

Neben der Recherche und der Entwicklung eines Gesprächsleitfadens, gibt es auch andere Vorbereitungsmaßnahmen, die von Dir getroffen werden können. Dazu zählt unter anderem die Vorbereitung von Verkaufsmaterial, wie zum Beispiel Flyer oder auch Visitenkarten. Die Kombination aus Gesprächsleitfaden und Informationsmaterial wirkt nicht nur professioneller, sondern führt auch zu mehr Selbstbewusstsein im Verkaufsgespräch. Auch die richtige Einstellung und der Spaß am Direktvertrieb sind für den Erfolg entscheidend. Selbstverständlich gehören auch anfängliche Rückschläge dazu – hierbei gilt die Devise: Nicht entmutigen lassen, sondern analysieren und optimieren.

Weitere Informationen zu diesem und vielen anderen relevanten Themen rund um das Buchmarketing, sind im „Autorenwegweiser – Wie Sie Ihren ersten Roman schreiben und erfolgreich vermarkten“ zu finden.

Autor trotz Rechtschreibschwäche – Wie aus jungen Menschen mit Legasthenie Schriftsteller werden

„Wie blöd bist du denn, du kannst ja noch nicht einmal einen geraden Satz schreiben!“, gehört mit zu den wohl am stärksten verbreiteten Vorurteilen gegenüber Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche. “Legasthenie” lautet der Fachbegriff, der auf mehr Menschen in Deutschland zutrifft, als man vielleicht annehmen mag.

Wenn man sich solche Aussagen vor Augen führt, scheint es nichts Abwegigeres zu geben, als einen Legastheniker, der gern einen Roman schreiben, oder sogar Schriftsteller werden möchte. Legasthenie und Autor – auf den ersten Blick erscheint diese Kombination wohl denkbar schlecht, Sie birgt allerdings erheblich mehr Potenzial, als es zunächst den Anschein hat.

Was genau ist eigentlich Legasthenie?

Ein Blick ins digitale Lexikon gibt Aufschluss über den Begriff Legasthenie: „Die Lese- und Rechtschreibstörung (abgekürzt LRS genannt) bezeichnet die massive und lang andauernde Störung des Erwerbs der Schriftsprache (geschriebenen Sprache).“ (Wikipedia).

Hierbei sehen sich Legastheniker oft mit einer Stigmatisierung durch ihre Mitmenschen konfrontiert, was von allem für Kinder zu einem enormen psychischen Druck führen kann. Nicht nur die fehlerhafte Assoziation, dass Legasthenie mit einer verminderten Intelligenz einhergeht, sondern auch der gegenteilige Fall, dass ein Intelligenzvorteil in anderen Bereichen unterstellt wird, kann zu einer Überforderung von Betroffenen führen, die nicht selten in sozialer Isolation endet.

Dabei ist die Legasthenie kein Phänomen, das nur in wenigen Einzelfällen vorkommt. Legasthenie betrifft laut einer Schätzung des Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie knapp 4% der deutschen Bevölkerung, also ca. 3 Millionen Menschen und ist eine enorme Herausforderung, sowohl für Betroffene als auch für Angehörige.

Kann man mit einem solchen „Nachteil“ überhaupt Schriftsteller werden?

Das Handwerkszeug eines Schriftstellers ist nun einmal das geschriebene Wort, wodurch es für Legastheniker nicht gerade einfach ist, mit einem Romanprojekt zu beginnen und dieses auch langfristig fortzusetzen. Legasthenie geht allerdings nicht mit einem Verlust an Kreativität, Begeisterung und der Fähigkeit eine spannende Geschichte zu erzählen einher. Sie kann sogar dazu führen, dass Legastheniker wieder die Lust an Sprache, an Buchstaben und dem Schreiben selbst entwickeln und so ihren Nachteil – und die damit verbundenen negativen Erfahrungen und Emotionen – schneller kompensieren können. Die Kombination aus Legasthenie und Schriftstellerdasein kann also durchaus gewinnbringend und erfolgreich sein – egal ob mit dem eigenen Romanprojekt, oder auf emotionaler Ebene.

Zukünftige Kooperation zwischen Autorenwegweiser und der LegaKids Stiftung

Um diese Entwicklung zu fördern und voranzutreiben, kooperiert das Team des Autorenwegweisers in Zukunft mit der gemeinnützigen LegaKids Stiftung, die kostenfreie Hilfe bei LRS (Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten), Legasthenie, Leseschwäche und Rechenschwäche bietet. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder, Eltern und Lehrkräfte zu stärken und tatkräftig zu unterstützen. Hierbei ist LegaKids auch auf Eure Unterstützung angewiesen, um diese beindruckende Arbeit auch in Zukunft weiterführen zu können. Das Spendenkonto der gemeinnützigen LegaKids Stiftung findet ihr hier.